PULVERBESCHICHTUNG MIT MEHR ALS 3.800 FARBTÖNEN

Die Oberflächenbeschichtung von Aluminium-Profilen dient einerseits dem Korrosionsschutz des Metalls und dem dekorativen Aussehen. Für die Veredelung von Aluminiumoberflächen werden zwei Möglichkeiten angeboten: 

Anodisieren (Eloxieren) und die Pulverbeschichtung.

Pulverbeschichtung ist ein gängiges Verfahren zur Oberflächenveredelung von Aluminiumteilen. Nach einer Vorbehandlung wird ein elektrisch geladener Pulverlack auf das Aluminium aufgebracht und anschließend eingebrannt. Das Verfahren ist daher absolut lösungsmittelfrei und ressourcenschonend. Die Farbtöne sind aus den gängigen Farbkatalogen wählbar.

Aus folgende Farbkataloge stehen mehr als 3.800 Farbtönen zur Auswahl:

Pulverbeschichtung mit RAL Classic

RAL-Classic bezeichnet die klassische RAL-Farbtonsammlung. RAL-Classic ist die älteste in Deutschland bekannte Farbsammlung. Sie basiert auf der Farbenliste  von 1927 und besteht heute aus 213 Farbtönen.
Die Farben sind mit einer vierstelligen Nummer gekennzeichnet, z. B. RAL 9006 und einen Namen, z. B. Weiß-Aluminium.

Pulverbeschichten mit RAL Design

RAL-Design ist ein neueres Farbsystem. Die Anordnung der Farben erfolgt nach den Kriterien Farbton, Helligkeit und Buntheit. Die Messwerte für diese Farbeigenschaften ergeben die siebenstellige Farbnummer, z. B. RAL 260 30 35.
D
as RAL-Design Farbsystem von 1993 wurde 2007 überarbeitet. Es besteht heute aus 1625 Farbtönen.

Pulverbeschichten mit NCS

NCS "Natural Colour System" ist ein Farbordnungs-System, das darauf beruht, wie der Mensch Farben sieht. Mit NCS können alle denkbaren Oberflächenfarben beschrieben und mit einer NCS-Bezeichnung versehen werden.
Der Katalog enthält 1950 NCS-Standard-Farbtöne.

Pulverbeschichten mit DB-Farbtonkarte

DB-Farbtonkarte sind Farben, die vorwiegend bei der Deutschen Bahn verwendet wurden. Die Farben enthalten im Gegensatz zu den Farben des RAL-Farbsystems das Effektpigment Eisenglimmer.
Der Katalog besteht aus 14 Farbtönen.

 

Weitere Farben sind durch Mischen beim Pulverlieferanten nach Muster möglich. Neben den Farbtönen muss der Glanzgrad beachtet werden. Es gibt die Glanzgrade: matt, seidenglanz und glänzend.

Um niedrige Emissionswerte zu erreichen, sollten helle Farbtöne verwendet werden. Dunkle Farben absorbieren mehr Sonnenenergie und es kommt zu höheren Oberflächentemperaturen der Bauteile. 

Reizvolle Kontraste können dadurch erreicht werden, dass einzelne Lamellen in einem anderen Farbton montiert werden. Zum Beispiel die oberste oder vorderste Lamelle. 

Dies trifft auch auf die Unterkonstruktion, Bauabschnitte oder Gebäudeteile zu.

Hinweis für die Praxis:
Von pressblankem Material wird abgeraten. Da die einzelnen Farbtöne (z.B. RAL 9006 - Weißaluminium) von Lieferant zu Lieferant abweichen, sind Musterbleche empfehlenswert. Oder es wird bei Beauftragung ein Lieferant für das Farbpulver vereinbart.

Weitere Informationen zu Aluminiumlamellen.