KORROSIONSSCHUTZ VON BAUTEILEN

Die meisten metallischen Baustoffe ändern ihre Eigenschaften, wenn sie im Freien der Be­witterung ausgesetzt sind, z. B. durch Korrosion.

Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Baustoffes mit seiner Umgebung. Eine konkrete Aussage über die Umweltbelastung und die resultierende Korrosion ist in den meisten Fällen nicht möglich. Jedoch ist ein dauerhafter Korrosionsschutz bei Beachtung der Regelwerke und Normen problemlos herzustellen. Die Korrosionsbelastung durch Unweltbedingungen wird nach DIN EN ISO 12944-2 in Kategorien eingeteilt, abhängig von der Umgebung und der Bewit­terung. Für die Festlegung der Umgebungsbedingungen werden für atmo­sphärische Umgebungs­bedingungen (C) die folgenden Korrosivitätskategorien festgelegt:

Korrosivitätskategorien   Erläuterung
C2 gering

Ländliche Bereiche, ungeheizte Gebäude, in denen Kondensation auftreten kann, z. B. Lager, Sporthallen

C3 mäßig

Stadt- und Industrieatmosphäre mit mäßiger Luftverunreinigung, Küstenbereiche mit geringer Salzbelastung, Produktionsräume mit hoher Luftfeuchte und etwas Luftverunreinigung (z. B. Lebensmittelherstellung, Wäschereien, Brauereien)

C4 stark

Industrielle Bereiche, Küstenbereiche mit mäßiger Salzbelastung, Chemieanlagen, Schwimmbäder

C5-I sehr stark

(Industrie) Industrielle Bereiche mit hoher Luftfeuchte und aggressiver Atmosphäre

C5-M sehr stark

(Meer) Küsten- und Offshorebereich mit hoher Salzbelastung, Gebäude mit nahezu ständiger Kondensation und mit starker Luftverunreinigung